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„T4” war das Tarnkürzel für das in der StadtviIIa Tiergartenstraße 4 seit 1940 geplante und organisierte Mordprogramm.

Auftakt des Projektes www.gedenkort-t4.eu

Ab Dezember 2010 arbeitet der Verein Dialog-Zusammenarbeit-Entwicklung (Dialog-Współpraca-Rozwój) am internationalen Projekt GEDENKORT-T4.eu mit. Das Hauptziel des Projektes ist die Erstellung eines mehrsprachigen Portals zum Gedenken an Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie und Eugenik.

Im Dezember 2010 sind wir auf die Einladung des Initiators und Hauptorganisators des Projekts – des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Landesverbandes Berlin – in den Konferenzraum der Stiftung Topografie des Terrors eingetroffen. Zu unserem Erstaunen war der Konferenzsaal randvoll. Zu der offiziellen Eröffnung des Projektes versammelten sich viele Wissenschaftler, Vertreter von NGOs und Politiker. Während dieses Treffens stellte der Vorstandschef des Vereins Dialog-Zusammenarbeit-Entwicklung (Dialog-Współpraca-Rozwój) in Kürze die Geschichte unseres Vereins vor, erzählte über unsere bisherigen Projekte zum Thema „Eugenik“ und machte konkrete Vorschläge für GEDENKORT-T4.eu.

Der offiziellen Eröffnung folgte ein Arbeitstreffen. Hier besprachen wir unterschiedliche Aspekte unserer Zusammenarbeit an dem internationalen Projekt GEDENKORT-T4.eu. In einer Diskussion arbeiteten wir die wichtigsten Fragen und Probleme heraus. Der Termin für das nächste Arbeitstreffen wurde ebenfalls vereinbart. Auf den Wunsch des Hauptorganisators haben wir das nächste Treffen in Februar 2011 in Polen organisiert.

Das zweite Arbeitstreffen des Projekts GEDENKORT-T4.eu fand in den antiken Räumen des Hotels „Zajazd Pocztowy” in Zielona Góra statt. Aus Berlin kamen u. a.: der Projektleiter, der Gestalter des Portals, ein Fachmann für Evaluation und ein Dolmetscher. Der Verein DWR (DZE) wurde von dem Vorstandsvorsitzenden, den Autoren der Artikel zur Eugenik und von Mitgliedern, die in unseren Verein Aufgaben im Bereichen Logistik und Organisation übernehmen, vertreten. Zwei Tage lang diskutierten wir über die Einzelheiten des Projektes GEDENKORT-T4.eu, über seine historischen Hintergründe wie auch über die jetzigen politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Die Diskussion war sehr lebhaft, zeitweise heftig, aber immer auch herzlich und warm. Wir verabschiedeten uns mit ausgereiften Projektplänen.

Katarzyna Maksymczak
Foto: Autorin

Übersetzung: Agata Maksymczak